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Vom Fass Wien
Der erste Christbaum in Wien
20-12-2005
Es ist noch gar nicht so lange her, dass in Wien und damit in Österreich der erste Christbaum in festlichem Lichterglanz seinen Einzug hielt.Man schrieb das Jahr 1816. Vor dem herrschaftlichen Palais auf der Augustinerbastei, in dem der Erzherzog Karl mit seiner jungen Frau, der Prinzessin Henriette von Nassau-Weilburg wohnte, standen am Weihnachtsabend die Wiener in hellen Scharen und sahen neugierig zu den erleuchteten Fenstern empor. "Das ist", so raunten sie einander zu, "ein Christbaum, wie sie ihn draußen in den deutschen Städten schon seit vielen, vielen Jahren haben. Dort gibt es kaum ein Haus, wo nicht am Heiligen Abend so ein Christbaum steht, mit vielen Lichtern besteckt und mit süßem Zuckerwerk behangen."
Erzherzog Karl meinte, dass die Wiener an diesem schönen Brauch Gefallen finden werden, seien doch "die Wiener für alles, was festliche Freude bereitet, leicht begeistert und schnell entflammt..."
Aber die guten Wiener ließen sich mit dem Christbaum Zeit. Und so kam es, dass am Weihnachtsabend des nächsten Jahres außer im Palais auf der Augustinerbastei in Wien nur ein einziger Christbaum im Lichterglanz erstrahlte. Es war dies im Vaterhaus des nachmaligen berühmten Wiener Malers Rudolf von Alt. [...]
Die ganze Geschichte vom ersten Christbaum in Wien
und noch mehr "Etymologisches, historisches, alte Märchen, Gedichte und Schnurren der Altvordern" finden Sie im Altösterreichisches Lesebuch
von Gerhard Marterer.Wir jedoch wünschen Ihnen - ob Sie nun Weihnachten mit oder ohne Christbaum feiern - das allerbeste, schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
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