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Vom Fass Wien
Was bedeutet beim Brennen....?
- Fuselöle
sind höhere Alkohole (vor allem Propanole, Butanole, Pentanole), die bei der Vergärung von Zucker in Alkohol entstehen. Während der Lagerung verwandeln sich die Fuselöle teilweise in geschmacksfördernde Substanzen und nehmen so einen durchaus positiven Einfluss auf das Erzeugnis. Es liegt also beim Brennen von Spirituosen am Geschick des Brennmeisters, die richtige Menge unerwünschter Fuselöle vom eigentlichen Endprodukt abzutrennen.
- Rauhbrand
ist der erste Durchgang beim Brennen von Spirituosen. Die Maische wird in einer Brennblase erhitzt und der kondensierte Alkoholdampf aufgefangen. Das dabei entstehende, relativ schwachprozentige Destillat wird ebenfalls Rauhbrand genannt.
- Feinbrand
wird der zweite Durchgang beim Brennen von Spirituosen genannt, das Ausgangsprodukt ist der Rauhbrand. Nun ist es wichtig, die richtige Menge Vorlauf, Mittellauf (Herzstück) und Nachlauf abzutrennen.
- Vorlauf
ist der erste Teil des Destillates, hat ca. 90% Vol. Alkohol, enthält leichtflüchtige Stoffe, wie Aldehyde und Essigsäureester und ist zum Trinken nicht geeignet.
- Mittellauf
ist das Herzstück jeden Brandes, hat ca. 70% Vol. Alkohol, enthält u.a. Äthylalkohol, Ester, Säuren und Fruchtaromen und wird zum eigentlichen Endprodukt weiterverarbeitet.
- Nachlauf
ist der letzte Teil des Destillates, hat ca. 15% Vol. Alkohol, enthält hauptsächlich höhere Alkohole (Fuselöle genannt) und unangenehme Geruchs- und Geschmacksstoffe. Mitunter wird der aufgefangene Nachlauf einer Reinigung unterzogen und zu einem geschmacksneutralen Brand weiterverarbeitet, der zum Ansetzen von Likören verwendet werden kann.
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