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Vom Fass Wien

Wie entstehen mechanisch gepresste Öle?

Bei der mechanischen Pressung wird nach der Ernte das Pressgut gereinigt und konditioniert. Danach wird die Saat durch Schneckenpressen gepresst und dabei in Öl und Presskuchen (die verbleibenden Feststoffe, die zu Tierfutter verarbeitet werden können) getrennt.

Der Druck beim Pressvorgang ist variabel und wird in der jeweiligen Ölmühle individuell eingestellt. Je höher der Druck, umso höher die entstehende Temperatur und umso grösser die gewonnene Ölmenge. Es können Temperaturen bis zu 95° C entstehen, trotzdem kann bis zu 5% Öl im Rohstoff zurückbleiben. Um eine optimale Ölausbeute zu erreichen, wird der Presskuchen anschliessend oft auch noch einer Extraktion unterzogen.

Mechanisch gepresste Öle haben den sortentypischen Geschmack und individuellen Geruch der Saat oder Frucht aus der sie gewonnen wurden und sind reich an fettlöslichen Vitaminen. Sie können ohne weitere Behandlung in den Verkauf gebracht werden. Häufig werden diese Öle nach der Pressung noch gefiltert, um sie von Trübstoffen zu befreien. Es handelt sich dabei um Frucht- bzw. Saatpartikel, die sich, wenn das Öl einige Zeit lang steht, am Flaschenboden absetzen. Sie enthalten besonders intensive Geschmacksstoffe und sind daher von Gourmets sehr geschätzt.

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