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Vom Fass Wien

Wie entsteht Malt Whisky?

[Eule] Schottischer Malt Whisky wird in einem aufwändigen Verfahren aus Gerste hergestellt.

  • Mälzen:
    Das Mälzen ist ein kontrollierter Keimvorgang: Die Gerste wird zwei bis drei Tage lang in Wasser eingeweicht und anschließend für eine Woche in einer 30 cm dicken Schicht auf dem sogenannten Mälzboden ausgebreitet, wo sie sehr schnell zu keimen beginnt.
  • Darren:
    Das Malz wird über einem Torffeuer getrocknet. Das Torffeuer verleiht dem Whisky seinen rauchigen Charakter. Je niedriger die Temperatur, desto torfiger wird das Malz.
  • Maischen:
    Die gemälzte Gerste wird gemahlen und im Maischbottich, einem grossen runden Kessel mit Deckel, mit kochendem Wasser vermischt und regelmässig umgerührt. Dabei wird die lösliche Stärke aus dem Malz extrahiert.
  • Fermentierung:
    Die Fermentation oder Vergärung findet im Whashback, einem großen Fass, statt, in dem der Maische Hefe zugesetzt wird. In ca. 50 bis 60 Stunden zersetzt die Hefe den Zucker der Maische in Alkohol und Kohlendioxid. Die entstandene Flüssigkeit heisst Wash und enthält zwischen 5% und 8% Alkohol.
  • Destillation:
    Durch das Destillieren, d.h. Erhitzen und Kondensieren in grossen kupfernen Brennblasen, den Pot Stills, wird der Alkohol vom Wasser getrennt und konzentriert. Bei der ersten Destillation entsteht der Rohbrand mit einem Alkoholgehalt von 21% Vol. Im zweiten Destillationsdurchgang werden unreine Alkohole am Anfang (Vorlauf) und am Ende (Nachlauf) der Destillation freigesetzt, nur der reine Mittellauf des Destillats mit ca. 75% Vol. Alkohol wird aufgefangen.
  • Reifen:
    Der junge Whisky wird nun für mindestens 3 Jahre (meist wesentlich länger) in gebrauchten Eichenholzfässern, die vorher für Bourbon-Whiskey, Sherry, Port, oder auch Wein verwendet wurden, gelagert. Der Whisky verbindet sich dabei mit den im Holz abgelagerten Aromastoffen und verliert im Laufe der Zeit sowohl an Alkohol als auch an Inhalt. Nach zehn Jahren hat ein typischer Whisky um die 57% Alkohol und sein Volumen hat jährlich um ca. 2% abgenommen. Diesen Verlust nennt man den "Anteil der Engel".
  • Abfüllung:
    Vor dem Abfüllen wird der Alkoholgehalt durch Mischen mit Wasser auf Trinkstärke (ca. 40% Vol.) gebracht. Mit der Flaschenabfüllung endet die Reifung des Whisky.
Auch in Irland wird Malt Whiskey produziert. Im Unterschied zum schottischen Malt Whisky wird das gekeimte Korn meist nicht auf Torffeuer, sondern über Holzkohle gedarrt. Daher sind die meisten irischen Whiskies nicht torfig. Ausserdem werden irische Malt Whiskies in der Regel dreimal destilliert.

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